ZwischenraumNiemandsland

Galerie-Konzept 2011 | Heike Krüger

 montage zwischenraum niemandsland

Die Galerie Krüger in Koblenz begleitet mit der Ausstellungreihe „Zwischenraum – Niemandsland“ die Bundesgartenschau 2011 – Koblenz verwandelt.
Wenige hundert Meter vom Kurfürstlichen Schloss in Koblenz entfernt liegt der große, transparente, barrierefreie Galerieraum an einem der Hauptzufahrtswege in unmittelbarer Nähe zu einem der drei Kernbereiche der BUGA. Mit den geplanten Installationen der teilnehmenden Künstler wird die Galerie zu einem Blickfang für die vielen Besucher der BUGA.
Sieben Künstler zeigen im Ablauf des Jahres Installationen, die sich mit dem künstlerischen Thema der BUGA, Werden und Vergehen, auf unterschiedliche Art auseinander setzen. Die Künstler stellen die Bereiche Natur, Mensch und Umwelt dar. Sie suchen in ihren Arbeiten die Darstellung von Grenzbereichen und Übergängen eines Zustandes in den nächsten. Dabei beschäftigen sie sich in ihren Werken mit dem uns Unbekannten. Was außerhalb unseres Erfahrungsbereichs, also außerhalb unseres Sicht- und Erlebbaren liegt, macht uns Angst. Was wir nicht kennen und nicht kontrollieren können, verunsichert.
In ihren Exponaten und Installationen, die zum großen Teil speziell für das Projekt vor und in der Galerie entstehen, suchen sie die Zwischenräume innerhalb des Zyklus‘ Werden, Wandlung und Vergehen zu definieren. Ziel des übergeordneten Konzepts ist es, aus den individuellen Leistungen ein Gesamtwerk entstehen zu lassen. Damit wird die Gesetzmäßigkeit, nach denen ein dynamischer Prozesse (Wandlung) im Bereich des Lebendigen abläuft, inszeniert. Die Werke stehen visuell wie auch inhaltlich in Zusammenhang, bilden eine Vernetzung und führen den Besucher der Galerie in einen Raum, der sich zu einem Zwischenraum wandelt.
So wie alles in der Natur von einander abhängt, so wünschen sich die Künstler einen fließenden Übergang und eine Vernetzung ihrer Präsentationen.
Die einzelnen Ausstellungen sind nicht Bestandteile, sondern Aspekte eines dynamischen Ablaufes, der als zyklisch erlebt werden soll. Die jeweiligen Installationen verbinden sich zu einem Ganzen und fließen wieder auseinander in der Betrachtung der Einzelausstellungen. Der Besucher wandelt durch sie hindurch, er verweilt, nimmt auf, und trägt weiter. So wird er zum wesent lichen Teil des Ausstellungszyklus. Der (Be-)Sucher ist es, der als Mittler fungiert und die Verbindung zwischen den Räumen herstellt.

Zur Einstimmung auf das BUGA-Jahr beginnen die Installationen Ende Februar 2011. Höhepunkt des Jahres bildet das achte Projekt – ein Brückenschlag zwischen der BuGa-Fadenskulptur Peter Goehlens in der Festung Ehrenbreitstein und der Fadenskulptur zur 11. Langen Nacht der Museen in Koblenz, am 03. September 2011 in der Galerie. Damit möchte der Künstler den Besuchern den Zusammenhang der beiden Arbeiten visualisieren, denn die Fadenskulptur ist in dem Vorjahreskonzept 'Wildezeit' erstmalig in Zusammenarbeit mit der Galeristin Heike Krüger entstanden in der Galerie entstanden und es ist wiederum die Galeristin Heike Krüger, die das Fadenskulptur-Projekt zur BuGa gebracht hat. Somit bildet die Museumsnacht auch einen Höhepunkt des Jahres. Mit den drei anschließenden Ausstellungsinstallationen findet das BUGA-Jahr in der Galerie seinen Ausklang.
Markus Redert Fotografie | Wüstenstädte – changes
Heike Krüger Malerei | Transformation – paradies
Firouzeh Ossouli-Görgen Fotografie | Fluchtblicke – escapes
Marli Bartling Installation | Maschenwerk – networks
Peter Goehlen Bildhauerei | ToreHimmelslinien – spaces
Werner Bitzigeio Bildhauerei | CoCon – metamorphosis
Kyra Spieker Illumination | Illumination – diffusions

 

Markus Redert Fotografie | Wüstenstädte – changes

markus 1

markus 2

Heike Krüger Malerei | Transformation – paradies

heike 1

heike 2

Firouzeh Ossouli-Görgen Fotografie | Fluchtblicke – escapes

ferry vernissage

ferry 2

Marli Bartling Installation | Maschenwerk – networks

marli 1

marli 2

Peter Goehlen Bildhauerei | ToreHimmelslinien – spaces | im Rahmen der Museumsnacht Koblenz 2011

peter mix

Werner Bitzigeio Bildhauerei | CoCon – metamorphosis

werner 1

werner 2

Kyra Spieker Illumination | Illumination – diffusions

kyra 1

kyra 2


 

Bundesgartenschau 2011 – Koblenz verwandelt

Erstmalig in der Galerie Krüger 2010 entstanden, installiert der Künstler Peter Goehlen seine Fadenskulptur im Rahmen der Bundesgartenschau in den Mauern der Festung Ehrenbreitstein, Koblenz.
Die Galeristin Heike Krüger schreibt dafür in Zusammenarbeit mit dem Künstler das Konzept und visualisiert den Entscheidern des BuGa-Teams einen überzeugenden Entwurf.
Mit dieser Arbeit und der Verwirklichung des Projekts in der Festung legt sie schon den Grundstein für ein weiteres großartiges Fadenskulptur-Projekt im Jahr 2012, im Auftrag des Bistums Trier, zur Heilig-Rock-Wallfahrt vor dem Trierer Dom.

bewerbung-fadenskulptur-buga-2011.pdf
Auszug aus der Bewerbung zur Bundesgartenschau, Vorstellung der ersten Fadenskulptur in der Galerie Krüger 2010

fadenskulptur buga 2011 2

Auszug aus der Bewerbung zur Bundesgartenschau, Animation einer Fadenskulptur in der Festung Ehrenbreitstein, Heike Krüger 2011

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Realisation der Fadenskulptur, Installation im Frühjahr 2011. Fotos: Heike Krüger, Markus Redert und Peter Goehlen.

 petergoehlen fadenskulptur ehrenbreitstein 080


Bewerbung zur Ausschreibung des Kunstwettbewerbs Bundesgartenschau 2011 – Koblenz verwandelt

Im Rahmen der Bundesgartenschau Koblenz 2011 werden großflächige Areale am Konrad-Adenauer-Ufer am Rhein neu gestaltet und als hochwertige Fußgängerpromenade ausgebildet. Mit dem Ziel künstlerische Positionen entlang des Rheinufers und am Festungshang Ehrenbreitstein zu inszenieren, lobt die Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH einen beschränkt offenen Wettbewerb, für drei Kunst-Standorte im Außenraum aus.

Heike Krüger erarbeitet hierfür gemeinsam mit vier weiteren Künstlern ihrer Wahl ein Bewerbungskonzept. Der Sieger des Wettbewerbs hat sein Konzept mangels Einplanung von Sicherheitskriterien nicht realisieren dürfen. Die BuGa GmbH ließ ein Nachrücken der nächstplazierten aus dem Wettbewerb nicht zu. Das Preisgeld zur Umsetzung des Bewerberkonzepts wurde seitens der BuGa GmbH anderweitig verwendet.

buga-wettberwerbsunterlagen-ein-werk.pdf


 

Fünf Orte | Fünf Elemente | Ein Werk

Ziel der gemeinschaftlichen Arbeit ist es, mit einem übergeordneten Konzept aus individuellen Leistungen ein Gesamtwerk entstehen zu lassen. Das Ergebnis unserer Auseinandersetzung mit dem Leitgedanken der BUGA 2011 – Koblenz verwandelt, ist die Bespielung von fünf Orten, die zum Verweilen, Schauen, Erleben und Mitmachen einladen. Die Werke stehen visuell und inhaltlich in direktem Zusammenhang und vernetzen die Orte thematisch wie auch räumlich.
Die Elementen-Lehre bildet die Grundlange unseres Kunstkonzepts. Die Elemente im Einzelnen, wie auch ihre Verbindung untereinander in ihrem ewigen sich wandelden Zyklus, sind wesentliche Aspekte der gemeinschaftlichen Projektarbeit für die Teilnahme am ausgeschriebenen Wettbewerb der BUGA Koblenz 2011 GmbH für Künstler aus Rheinland-Pfalz.
Alles in der Natur hängt von einander ab. Um dies zu visualisieren, enthält jede Arbeit, jeder bespielte Ort, Teile des anderen. Die Kunstwerke verbinden sich zu einem Ganzen und fließen wieder auseinander in der Betrachtung als Einzelobjekte. Der Besucher wandelt, verweilt, nimmt auf und trägt weiter von Ort zu Ort. Die Elemente sind nicht im Sinne von Bestandteilen, sondern als Aspekte eines dynamischen Ablaufes zu sehen, der als zyklisch erlebt wird. Die östliche Elementen-Lehre untersucht die Gesetzmäßigkeiten, nach denen dynamische Prozesse (Wandlung) im Bereich des Lebendigen ablaufen, betont also Werden,Wandlung und Vergehen. Die fünf Elemente Baum, Erde, Feuer, Wasser, Metall stellen Phasen von Prozessen oder Aktionsqualitäten dar. Auch unsere westliche Lehre kennt fünf Elemente. So fügte Aristoteles den üblichen vier Elementen Wasser, Feuer, Erde, Luft als Quintessenz den Äther hinzu. Den ausgeschriebenen Standorten ordnen wir wie folgt zu:

Baumtaschen am K-A-Ufer | 1 Luft

Rasenflächen am Pegelhaus | 2 Erde

Rheinstufenanlage | 3 Äther

Mole Pfaffendorfer Hafen | 4 Wasser

Festungshang Ehrenbreitstein | 5 Feuer

Mit unseren Kunstbeiträgen setzen wir uns mit den Themen Umwelt und Natur(-schutz) auseinander, befassen uns mit der Zeitgeschichte und der Historie der Region sowie der Stadt und nehmen direkten Bezug auf die vorliegende Architektur, Kultur und das Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. In unserer ersten gemeinsamen Projektarbeit steht der Mensch im Mittelpunkt. Denn er ist es, der alle Elemente vereint, der aufnimmt, wandelt, verwandelt. So wie die kommunikative Leitidee „Koblenz verwandelt“, soll auch unsere Arbeit dazu beitragen, die Wahrnehmung der Besucher der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz zu verändern, zu weiten und zu bereichern.

atmende Bäume LUFT | Stefan Löhr | 1 | Baumtasche am Konrad-Adenauer-Ufer | Klangkunst

 

 

ein werk 5

fruchtbarer Kokon ERDE | Werner Bitzigeio | 2 | Rasenflächen am Pegelhaus | Objektkunst

ein werk 6

unendlicher Raum ÄTHER | Gemeinschaftsarbeit | 3 | Rheinstufenanlage | Konzeptkunst

ein werk 7

ewiges Spiel WASSER | Dipl. - Des. Heike Krüger | 4 | Mole Pfaffendorfer Hafen | Interaktionskunst

ein werk 9

lebendige Kraft FEUER | Kyra Spieker | 5 | Festungshang Ehrenbreitstein | Baukunst

ein werk 8

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