HUMANITAS – Kunst schläft nie

Galerie-Konzept 2013 | Heike Krügerhumanitas galerie krueger






KUNST MUSS SICH EINMISCHEN.


Künstlerische Posi­tio­nen durchbrechen Konventionen, mar­kie­ren gesellschaftliche Übel und spießen Ab­gründe und sogar Bösartigkeiten auf. Angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Probleme ist heute eine politische Kunst wichtiger denn je und wird erst dadurch wahrhaft zeitgenössisch.
Unsere Gesellschaft beschreibt und gestaltet sich durch seine Menschen. HUMANITAS – der Begriff bezeichnet allgemein das Mensch­sein und ist der Wertbegriff für eine geistige und sittliche Bildung, die alle Menschen, un­abhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, ihrem Geschlecht und Alter, oder ihrer indivuduellen Fähigkeiten zusteht. > Heike Krüger, Januar 2013



MENSCHENRECHT.


Menschlichkeit und Solidarität.
Brüder- und Schwesterlichkeit.
Liebe und Barmherzigkeit.
Mitempfinden und Courage.




INKLUSION.


2006 verabschiedet die General­versammlung der Vereinten Nationen die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. 2009 hat die UN-Konvention durch die Ratifizierung durch den Bundestag
und Bundesrat Gesetzeskraft 2010 wird in Rheinland-Pfalz der erste Aktionsplan einer Landesregierung vorgestellt.
Um Inklusion verwirklichen zu können, sind wir alle gefordert. An der Bewuss­t­­seinsbildung über die Konven­tion und die Menschenrechte behinderter Men­schen in Artikel 8 der UN-Behinderten­rechts­konvention möchte ich mitwirken. Was nutzen die besten Initiativen und Ge­setze, wenn diese nicht bekannt sind, bzw. nicht umgesetzt werden.
Deshalb ist HUMANITAS – Kunst schläft nie auch das Jahresthema 2013 in der Galerie in Koblenz.
Künstler aus allen Bereichen setzen sich in ihren Werken mit den Themen Menschen­recht und Inklusion auseinander.



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29. November 2013 bis 24. Januar 2014
    Heike Krüger – it‘s people. | Gallery
Heike Krüger geht es um eine Anklage gegen die universelle Entwürdigung des Menschen im Hier und Heute.  Die Fähigkeit zur Empörung und das Engagement, das daraus erwächst, macht den Menschen aus. Mit ihren Bildern klagt Krüger an, nutzt so ihre Kreativität, dem Humanen zu dienen. Es geht immer nur um Menschen: „it’s people“.
Pussy Riot rebellieren, GRRL-VOICES. Eine universelle Familie ist in einem winzigen Schlauchboot auf ihrer Flucht aus der Hölle in ein imaginäres Paradies, ALLA‘s WIEGENLIED. Ein pakistanisches Mädchen, gleicherweise in seiner Exsistenz bedroht wie sein StoffTiger, ASHES TO ASHES. Und die Frage nach der Ernährung der Menschheit, SOYLENT GREEN - GLYPHOSAT?
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27. September bis 22. November 2013
    Ute Bernhard | they didn‘t know the strange song of july ... | Gallery

Für das Jahresprojekt der Galerie entwickelt die Koblenzer Konzeptkünstlerin u. a. eigens einen Kubus aus 45 Würfeln. Das große, zwei Meter hohe Objekt erinnert an eine Kaaba. Denn gleich dem mit Koranversen aufwendig bestickten Tuch, das alljährlich in Mekka über den Kubus gelegt wird, fließen zarte, weiße Worte, von Ute Bernhard mit dem Pinsel aufgetragen, wie Kaskaden über die Seiten ihres Objekts. Auch ist das Jahresthema Anlass für eine erstmalige Auseinandersetzung der Künstlerin mit der Brailleschrift, der sich Blinde und Menschen mit Sehbehinderung bedienen. Ute Bernhard lässt ein Kunstwerk entstehen, das nur durch Tasten erlebt werden kann. Ute Bernhard gelingt es, über einen Verwandlungsprozess das Geschriebene zum Bild, das Bild zum Objekt und zu einer geistigen Anschauung zu transformieren. Dabei lässt sie Menschen mit und ohne (Seh-) Behinderung an ihrer Ausstellung teilhaben.

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07. September 2013    ,all inclusive‘ – 13. Museumsnacht in Koblenz
| Gallery
Bildende Künstler, Tänzer, Musiker und Schauspieler mit und ohne Behinderung zeigen ihre Interpretationen und Arbeiten zum Jahresthema der Galerie – Menschenrechte und Inklusion  |  Gallery
Ausstellung: Arbeiten von Barbara Remus, Jiri Keuthen und Joachim Klauer. Es spielt das Seniorentheater der VHS Koblenz "Die Antiquitäten". Maja Heheln tanzt mit ihrem DanceAbility-Ensemble "BewegGrund Trier". Die Deutsch-Rock-Band der Einrichtung Maria Grünewald, Wittlich, "MY RoCK KiNG RiCo" spilt ihre eigenen Songs.

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12. Juli bis 30. August 2013    Jiri Keuthen – GET AN ANGEL - EIN ENGEL FÜR DICH
  | Gallery
Nach dem großen Erfolg Keuthens umfassender Retrospektive „HUMANITAS – Kunst schläft nie“ im KLEISTHAUS in Berlin, im Auftrag von Hubert Hüppe, dem Bundesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, werden einige dieser großartigen Werke in der Galerie gezeigt Schon zu Beginn seines künstlerischen Schaffens beschäftigte sich Keuthen mit den geflügelten Botschaftern zwischen Himmel und Erde, die in allen Weltreligionen als Geistwesen benannt werden. Er selbst sieht sich als Gefolgsmann, der uns beschützt und uns den rechten Weg weist.  Eine Befragung des Meinungsforschungsinstitutes Forsa ergab 2005, dass ungefähr zwei Drittel aller Deutschen an Schutzengel glauben. Einige sehen darin den Beweis für die Sehnsucht der Menschen nach einer persönlichen Fürsorge. Einer Fürsorge allerdings, die keine Unterschiede macht, sondern eine allumfassende und inkludierende Sorge um den Nächsten ist.
 
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06., 13. und 20. Juni | 19 h 2013  Lesungen zur Ausstellung CLARK "HUMANITY OVERRATED?" anschl. Dialog mit dem Künstler | Gallery
Die Sprachgestalterin Marlies Katharina Pinnow liest aus ,Der dunkle Schatten. Leben mit Auschwitz.‘ Orli (Aurelia) Wald, geb. Torgau, gesch. Reichert (*1. Juli 1914 in Bourell bei Maubeuge; † 1. Januar 1962 in Ilten bei Hannover), war Widerstandskämpferin und als NS-Verfolgte von 1936 bis 1945 Zuchthaus- und Konzentrationslager-Gefangene. Sie war Lagerälteste im Häftlingskrankenbau des KZ Auschwitz-Birkenau und wurde aufgrund ihrer Hilfsbereitschaft als „Engel von Auschwitz“ bezeichnet. Mit autobiographischen Kurzgeschichten versuchte sie die traumatischen Erlebnisse der KZ-Haft zu bewältigen. Sie litt bis zu ihrem Tod an den Folgen der Gefangenschaft. Die von Marlies Katharina Pinnow gelesene Prosa aus diesem Buch zeigt in offener und schonungsloser Weise die Greultaten des Regimes und berichtet von dem exakt organisierten Massenmord.

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03. Mai bis 05. Juli 2013    Clark – HUMANITY OVERATED?
   | Gallery

In seiner Ausstellung setzt sich der Künstler CLARK intensiv mit dem Jahresthema der Galerie Krüger, HUMANITAS – Kunst schläft nie, auseinander. In seinen Bildern thematisiert der politisch-expressive Künstler Menschenrechte und Inklusion.
Außergewöhnlich sind seine Kompositionen, unkonventionell seine Techniken, absolut einzigartig und unverwechselbar sein Stil. In seinen Bildern verschlüsselt er Botschaften und nimmt Bezug auf Ereignisse, die den Betrachter nachhaltig beschäftigen. CLARK ist kein Vertreter einer marktgängigen Kunstszene. Seine Bilder sind sozialer Zündstoff und frei von kulturellen, politischen oder religiösen Barrieren. CLARK‘s außergewöhnliche Bilder vergisst man nie.


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18. April bis 28. Juni 2013   
Jiri Keuthen  – HUMANITAS – KUNST SCHLÄFT NIE
2. Retrospektive  | Kleisthaus Berlin | im Auftrag des Bundesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Herrm Hubert Hüppe kuratiert Heike Krüger die Austellung. Gezeigt werden an die 100 Werke von Jiri Keuthen unter dem Titel „Humanitas“ und knüpft damit an die Kunstausstellungen im vergangenen Jahrzehnt an. Menschlich anrührende Kunst einem breiten Publikum barrierefrei zugänglich mcht sich das Kleisthaus zur Aufgabe. Jiri Keuthen verstand sich als ein Künstler, der Menschenrechte aufzeigt. Er war ein wachsamer, sehr genauer Beobachter. Mit seinem Stempel ,JIRI KEUTHEN, KUNST SCHLÄFT NIE, ART NEVER SLEEPS, ARTE NUNCA DUERME‘ zertifiziert sich der Künstler selbst. Humanitas – der Begriff bezeichnet allgemein das Menschsein und ist der Wertbegriff für eine geistige und sittliche Bildung, die alle Menschen, unabhängig von ihrer sozialen und ethnischen Herkunft, ihrem Geschlecht und Alter, oder ihrer individuellen Fähigkeiten zusteht. Keuthens eigene gelebte Menschlichkeit spürt uns immer wieder in unserer bürgerlichen Erschlaffung auf und fordert, aufmerksam zu bleiben und uns einzumischen.

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22. Februar bis 12. April 2013     Patricia Hell – FarbRauschen

Laudator: Karl Wilhelm Ducoffre, Trier | Gallery
Die Farbe wird in breiten, oft lang gezogenen Pinselstrichen, in hastigen, skripturalen Schwüngen oder mit dem Spachtel dick geschichtet auf den Bildträger aufgebracht. Sie ist stets auch in ihrer materialen Qualität präsent und immer kann der Vorgang der Malerei genau nachempfunden werden. Die Farbe entfaltet ihre Kraft in sensiblen Variationen des Farbtons und seiner Nachbarschaften oder in starken Kontrasten. Unterschiedliche Bewegungen im Farbauftrag erzeugen räumliche Vibrationen und Unschärfen. Eine Komposition gibt es nicht, doch eine feste, organisierte Struktur wird wie textiles Gewebe geflochten. Farbe und Linie steigern sich im wechselseitigen Zusammenklang.

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