artist

eva portraet

Eva Krembel (Essen)

Ausstellung
L‘Espoir – c‘est ma prison
Eröffnung 2. September 2017 im Rahmen der Museumsnacht Koblenz.

Der Koblenzer Singer und Songwriter René Tholey spielt in der Museumsnacht zur Eröffnung der Ausstellung.

 

 

 

 

 

present

02.September -28. Oktober 2017

frau in kleid mit tasche pool

 

L'Espoir - c'est ma prison

 

Ausstellungseröffnung im Rahmen der Museumsnacht Koblenz
2. September | 19 - 1 h

Die Galerie Krüger dokumentiert das Werk der Essener Künstlerin Eva Krembel. Die studierte Foto-Künstlerin war Meisterschülerin von Professor Thomas Zika an der Essener Freien Akademie der Bildenden Künste.
Mit der ersten Ausstellung nach dem viel zu frühen und plötzlichen Tod der jungen Künstlerin porträtiert die Galeristin ihre langjährig Vertraute. Der Titel der Ausstellung ,L'Espoir - c'est ma prison’, ,Die Hoffnung ist mein Gefängnis’ offenbart das Innerste der Künstlerin. Häufig macht sich Eva Krembel selbst zur Protagonistin ihrer Inszenierungen. In ihrer außergewöhnlichen Arbeit ,Frau in Kleid mit Tasche‘ nimmt sie uns mit an ihre Sehnsuchtsorte.

Sie, die Frau, steht an der Theke einer Bar. Sie, die Frau, schaut ver­drossen drein. Die Bar, üblicherweise ein Ort des Vergnügens und der Geselligkeit, wirkt unbelebt, eher wie eine Warteanstalt. Warten, das war lange Zeit der „Hauptberuf der Frau“, wie es die Romanfigur Grete Siebenschein in Heimito von Doderers Strudlhofstiege formulierte.
Das bedeutet, dass die Frau in den meisten Lebensentscheidungen und partnerschaftlichen Angelegenheiten zur Passivität bestimmt war. Kulturelle Konventionen sagten, wo es lang geht und hielten Frauen in einem Loop unnennbarer Sehnsucht: Am Meer stand ich abends oft, und ich hab gehofft, auf was?

Was besagen die Bilder der Fotografin in Zeiten, in denen mit der Einrichtung eines Weltbank-Fonds mit großen Anstrengungen und Unterstützern Frauen weltweit gefördert werden sollen, um am Ende den Kampf gegen Armut, Gewalt und Kriege zu gewinnen?

Eva Krembel beschreibt das Selbst von Frauen, die lieben, die warten, die trauern, die ratlos sind, die sich nicht entscheiden können, die sich nicht entscheiden dürfen? Sehr viel, vielleicht sogar alles.

19.00 Uhr                  Eröffnung der Ausstellung

20.00- 21.00           Konzert René Tholey

22.00- 23.00            Konzert René Tholey

21.30                       Vortrag ,L'Espoir - c'est ma prison‘

Non-stop Cocktail-Bar

Non-stop Catering

Rene Tholey txt



gallery philosophy

Unser Blick ist stets offen und auf das Weltgeschehen gerichtet. Wesentlich!

Künstler sind die Seismografen unserer Gesellschaft und dokumentieren mit ihrem Schaffen selbst kaum wahrnehmbare Veränderungen.
Also muss sich Kunst einmischen und Stellung beziehen. Meine Kunst ist eine „politische“, genauer: auf die Polis gerichtete Kunst – die mir angesichts der heutigen gesellschaftlichen Probleme in hohem Maße zeitgenössisch erscheint. Mein Engagement gilt den Menschen, ihren universellen Rechten und natürlich meiner Umwelt und Natur. Selbstverständlich ist unsere Arbeit immer barrierefrei.

Die zwei neuen Menschheitsaufgaben sind:

gegen die immer größer werdende Kluft zwischen arm und reich zu arbeiten und sich für Menschenrechte und den Erhalt unseres Planeten einzusetzen.

Intergrationpolitik ist eine Bewegung, die im Grunde von allen ausgehen muss. Kunst kann zur Vermittlung beitragen. Kunst dient auch als Träger, alte Sichtweisen aufzubrechen, zeitaktuelle Verirrungen zu enttarnen und neue Perspektiven zu schaffen.

Die Künstler, Freunde bzw. Komplizen meiner Projekte geben ihre Statements. Sie thematisieren die wichtigen Zeitfragen und aktuellen politischen Brennpunkte. Integration bedeutet, dass sich die Mitte bzw. der Stärkere zu den Außenstehenden hin öffnet.